Bereits beim Einspielen wurde klar, dass in der Bezirksliga A ein hartes Stück Arbeit auf die Herren 50-2 wartete

Vergangen Samstag, den 05.09.

mussten die H50-2 nach Eppstein. Am Start waren Jürgen Bachmann, Hans-Joachim Gradl, Robert Dornberger, Jan Lentge, Ulrich Gerner und Dirk Ziemer.

Der Empfang war sehr herzlich und man startete auf 4 Plätzen.

Joachim hatte es mit einem Gegner zu tun,

der widererwarten gut mit Joachims Kick-Aufschlägen zurecht kam. Die Ballwechsel waren lang und hart umkämpft. Jedoch schaffte es sein Gegner mit seinem extremen Topspin und der notwendigen Geschwindigkeit immer wieder, Joachim in die Ecken zu spielen und konnte somit das Feld schön öffnen.

Anfänglich konnte Joachim noch einiges durch seine Schnelligkeit herausholen, aber auf Dauer ist das eben zu viel. So ging der erste Satz mit 3:6 an den Gegner.

Im zweiten Satz

versuchte Joachim durch permanenten Wechsel der Strategie und Schläge die Spielweise des Gegners zu zerstören. Das ging punktuell gut, aber dem Gegner gelang es immer in kurzer Zeit, eine Antwort darauf zu entwickeln. Am Ende ging auch der zweite Satz  mit 0:6 an Eppstein.

Robert war an diesem Tag sehr motiviert,

durfte er doch als Dritter in der Liste gleich zu Anfang auf den Platz. Da hat man auch mal nach dem Einzel eine kleine Pause. So motiviert wie er war, so startete er auch und ging recht flott mit 2:1 in Führung. Sein Gegner kam einfach mit Roberts Topspin nicht zurecht. Auch die Slices des Gegners blieben zu Roberts Freude oft an der Netzkante hängen und bescherte Robert den ersten Satz mit 6:4.

Im zweiten Satz merkte man,

dass Robert immer besser zu seinem Spiel fand und seinen Gegner dominierte. Die Aufschläge kamen gut und bescherten ihm ein paar leichte Punkte, und so verwunderte es dann auch nicht, dass Robert den zweiten Satz ebenfalls für sich entscheiden konnte und mit 6:1 schlussendlich seinen ersten Saisonsieg nach Hause brachte. Endstand 6:4 / 6:1.

Bei Jan war an diesem Tag

irgendwie der Wurm drin. War man doch aus den ersten 5 Spieltagen gewohnt, dass er siegt. Aber so leicht war es an diesem Tag den doch nicht. Im ersten Satz kam er nicht richtig ins Spiel und sein Gegner war auch ein richtig Guter. Körperlich ebenso groß wie Jan, aber mit enormer Athletik. Jan, sonst die Ruhe selbst, hörte man dann doch das ein ums anders Mal leise mit sich schimpfen, musste den ersten mit 4:6 abgeben.

Aber wer Jan kennt weiß,

dass für ihn das Match erst zu Ende ist, wenn der letzte Punkt gespielt ist. So war es auch nicht verwunderlich, dass er im 2. zu seinem Spiel fand und schnell 5:2 führte. Leider fand auch sein Gegner wieder zu seinem Spiel und holte Punkt für Punkt zurück. Bis schließlich der Tie-Break den zweiten Satz entscheiden sollte. Jan blieb konzentriert und holte sich diesen mit 7:4.

Der Champions-Tie Break musste

die Entscheidung bringen. Jan lag schnell 0:3 zurück, konnte aber zum 3:3 aufschließen. Nach dem Seitenwechsel ging er in Führung, konnte diese aber nicht so komfortabel halten, sodass sein Gegner letztlich zum 8:8 aufschliessen konnte. Dann, eine klitzekleine Unaufmerksamkeit und der Gegner führte 9:8 und hatte Matchball, den er für uns, leider auch verwandelte. Endstand 4;6/7:6/ 8:10.

 

Bei Dirk war es nicht minder spannend.

Er lag gleich recht schnell mit 1:4 gegen einen etwas ältereren aber sehr erfahrenen Gegner zurück. Jürgen und Ulli standen an der Seite ihrer Mitspieler und unterstützten sie mit motivierenden Anfeuerungsrufen.

Als Jürgen sah, was bei Dirk auf dem Platz passierte, ging er in der Spielpause beim Stand von 1:4 zu Dirk und gab ihm ein paar hilfreiche Tipps. Dirk nahm sie an und spielte entsprechend und konnte dann den ersten Satz mit 7:5 für sich entscheiden.

Im zweiten Satz

fiel er wieder in die alte Spielweise zurück und verlor diesen mit 0:6. Auch hier sollte also der Champions-Tie-Break die Entscheidung bringen, und diesen holte sich Dirk mit 10:6.  Endstand  7:5 / 0:6 / 10:6.

In der zweiten Runde gingen

dann Jürgen und Ulli an den Start.

 

Für Jürgen stellte Eppstein erstmals

in dieser Saison den an Nr. 1 stehenden Spieler auf. Offensichtlich wollte man den Spieltag komfortabel gewinnen.

Jürgens Gegner

war das, was man einen „Echten Einser“ nennt. Harte, schnell und vor allem präziese Bälle, die Jürgen von der einen in die andere Ecke hetzten. Wir kennen Jürgen, der gibt nicht auf. Sein Wahlspruch: Der andere muss gewinnen und Irgendwas geht immer! Diesmal leider nicht. Aber er spielte ein richtig tolles Match! Aller Ehren wert, auch wenn der Punkt am Ende mit 2:6 / 1:6 an Eppstein ging.

Ulli, an 5 gesetzt

durfte sich mit einem jung gebliebenen Herren 50er auseinandersetzen. Dem Einspielen konnte man noch nichts entnehmen, was Stärken oder Schwächen angeht. Aber als es dann los ging, war schnell klar, dass die Aufschläge des Gegners extrem hart und schnell sind. Ohje, dachte man da schon.

Aber Ulli fand gut ins Spiel

und merkte, dass er, wenn er den Ball im Spiel halten kann, die Vorteile auf seiner Seite hatte. Dennoch konnte keiner der beiden das Match dominieren. Ulli ließ sich seine leichte Führung wieder aus der Hand nehmen und gab den ersten Satz mit 4:6 ab.

Joachim gab ihm ein paar Tipps bzw. zeigte ihm Möglichkeiten auf, wie er sich das noch holen könnte. Ulli nahm diese an und und spielte souverän und seine Stärke aus. Geduld, Schnelligkeit und Ausdauer führten Ulli Schritt für Schritt zum zweiten Satz, den er mit 6:1 gewann.

Den abschließenden Champions-Tie-Break

konnte Ulli dann auch noch mit 10:6 für sich entscheiden. Endstand 4:6 / 6:1 / 10:6,

Mit einem 3:3 ging es in die Doppel

Zwei Siege mussten her. Wie immer hatten Jürgen und Joachim alle möglichem Varianten durchdacht. Gott sei Dank hatte man sich die Archive des HTV von Eppstein angesehen und nach Rücksprache mit der Mannschaft traf, stellte man folgende Paarungen auf:

Joachim & Ulli opfern sich für“s erste Doppel

Robert & Jan starten als bestes Doppel der Mannschaft im Zweiten und

Jürgen & Dirk gehen in das Dritte Doppel.

Und was soll man sagen.

Joachim und Ulli traten gegen die Nr. 1 und 2 an und hatten erst im zweiten Satz eine Möglichkeit einen Punkt zu machen, und diese Chance nutzten sie auch.  Am Ende hieß es 0:6  –  1:6 für Eppstein.

 

Jürgen und Dirk hatten anfänglich

noch leichte Abstimmungsprobleme und machten alle Punkte – sowohl ihre eigenen als auch die der Gegner. Aber so langsam kamen sie zu ihrer eigentlichen Form und holten Punkt für Punkt auf. Dennoch ging der erste Satz miz 4:6 an Eppstein.

Im zweiten Satz liefen Jürgen und Dirk

zur Höchstform auf und gewannen diesen mit 6:3. Den Spirit aufrechterhaltend gingen sie im abschließenden Champions Tie-Break mit 3:0 in Führung. Aber die Gegner rauften sich zusammen und konnten zum 3:3 ausgleichen.

In der Endphase des Matches

angekommen, wurde buchstäblich um jeden Punkt gekämpft. Und wie man es vom Tie-Break ja kennt, besteht die Schwierigkeit darin, Aufmerksamkeit und Konzentration permanent aufrecht zu erhalten. Das gelang Jürgen und Dirk besser, sodass sie das Match am Ende mit  4:6 / 6:3 /10:7 gewannen.

Bei Robert und Jan

war der Verlauf ähnlich, wenn auch umgekehrt. Sie holten sich den ersten Satz recht schnell und überlegen mit 6:2.

Im zweiten Satz

ließ die Konzentration vorübergehend nach, und die Gegner nutzten die Schwächephase für sich und holte den Zweiten mit 4:6.

Zum 5.Mal an diesem Tag

brachte erst der Champions-Tie-Break die Spielentscheidung. Hier waren dann Robert und Jan wiedervoll konzentriert, spielten Punkt um Punkt, ließen sich durch ein paar Gegenpunkte nicht aus der Ruhe und Konzentration bringen und gewannen diesen  schließlich ebenfalls mit 10:7 und somit für uns den Spieltag.

Wir gewannen mit 5:4 gegen Eppstein.

An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen,

dass sich unsere gastgebenden Gegner als hervorragende Gastgeber und Verlierer zeigten. Man sagt oft, die Gegner waren nett, aber diese Nettigkeit zeigt sich stets immer erst, wenn es ums Verlieren geht. Solche Gegner möchte man immer haben.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft und den tollen Abend danach.

Text: Joachim Gradl

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