Die Herrenmannschaft der 60-2 musste auswärts gegen die Spielgemeinschaft aus Grünberg antreten. Bei kaltem bis frostigen Temperaturen

fuhr man am frühen Morgen nach Grünberg. Eine Anlage, die doch sehr versteckt am Ortsrand gelegen ist. So versteckt die Anlage auch ist so herzlich wurden wir begrüßt. Ein fasst schon freundschaftlicher Empfang.

Das Clubhaus – ein altes Eisenbahnstellwerk machte ein besonderes Ambiente. Nachdem unser Kapitän das Spielprotokoll vervollständigte ging es ans Spielen.

Gestartet wurde auf 3 Plätzen. Auf Platz 1 startete Jürgen Bachmann, auf Platz 2 ging Hans-Joachim Gradl an den Start und auf Platz 3 begann Jens Gebauer sein Spiel.

Die Plätze waren schwer durch den vielen Regen, aber bespielbar. Die Bälle sprangen nicht so ab, wie man es gewohnt war, aber das Problem hatten alle, die auf dem Platz waren. Die Frage war nur, wer kommt damit am besten zurecht.

Jürgen hatte anfänglich seine Probleme, durch die stark unterschnittenen Bälle, die sein Gegner ihm anbot, dennoch kam er gut damit zurecht und seine Laufleistung ist ja hinlänglich bekannt und führt beim Gegner zu großem Frust.

Am Ende stand ein klares  6:0 – 6:1 auf der Tafel und der erste Einzelsieg an diesem Tag war gemacht. Für Jürgen war das der gelungene Start in diese Tennissaison.

Joachim auf Platz 2 konnte sein Spiel im ersten Satz seinem Gegner aufdrücken und mit starken, schnellen Bällen seinen Kontrahenten unter Druck setzen, sodass der erste Satz mit 6:2 an ihn ging. Im zweiten Satz bäumte sich sein Gegner auf und erlief sehr viele Bälle und machte viele Punkte. Beim Stand von 1:4 aus Usinger Sicht schaltete Joachim um. Er brachte seinen Rückhandslice mehr und mehr in Aktion und ließ den Gegner noch mehr laufen. Am Ende konnte er den Satz zu einem 6:4 drehen und somit den zweiten Sieg mit 6:2 – 6:4 an diesem Tag für Usingen nach Hause bringen.

Derweil hatte auf Platz 3 Jens den ersten Satz ebenfalls klar mit 6:2 für sich entscheiden können,  zog sich jedoch gegen Ende dieses Satzes eine Verletzung zu. Leider entwickelte sich hier das Problem.

So wie wir Jens ja kennen, gibt er nicht so schnell auf. Er verlor zwar den zweiten Satz mit 2:6 hatte aber den Ehrgeiz den Champions-Tiebreak für sich zu entscheiden.

Leider wurden die Schmerzen zu groß und er konnte nichts mehr hinzusetzen, sodass er sein gut begonnenes Match mit 6:2 – 2:6 – 5:10 im dritten Satz verloren geben musste. Wir wünschen Dir gute Besserung und eine schnelle Genesung.

Als letztes stieg Carsten quasi in den Ring. An Position 3 und auf Platz 1. Genau der Platz, auf dem vorher Jürgen seinen grandiosen Sieg feiern konnte.

Schon beim Einspielen sah man wieder – es trafen sich wieder Spieler mit ähnlicher Spielweise aufeinander. Irgendwie passt es doch immer. Beide spielten sehr lange Bälle. Immer schön bis kurz vor die Grundlinie.

Man sah sofort, dass dieses Match der gewinnen wird, der a) die meiste Geduld aufbringt und b) über die beste Kondition verfügt. Die hatte an diesem Tag offensichtlich unser Carsten.

Am Anfang des ersten Satzes konnte der Gegner noch gut mithalten, wurde dann aber, weil wohl die Puste ausging, zu risikofreudig und wollte die schnellen Punkte machen. Das Risiko war zu hoch und er machte Fehler und schnelle Punkte sind bei Carsten eh nicht drin. Unser Dauerläufer bringt ganz schön viel zurück. So ging der erste Satz mit 6:3 an Carsten. Im zweiten Satz hatte Carstens Gegner nichts mehr hinzuzusetzen und machte mehr und mehr Fehler, sodass auch der zweite Satz mit einem 6:2 ebenfalls an Carsten ging und er das Match mit 6:3 – 6:2 gewann. Somit stand es nach den Einzeln 3:1 für Usingen.

In der Zwischenzeit trafen auch die 3 Doppelspieler ein. Joachim (Achim) Schongar, Michael (Mik) Schütrumpf und Michael Köhler.

Ein Doppel musste gewonnen werden, um den Tagessieg nach Hause zu bringen. Deshalb ging man mit folgender Aufstellung an den Start:

Doppel 1:    Jürgen & Mik
Doppel 2:    Achim & Michael

Das erste Doppel mit Jürgen und Mik hatten anfänglich so ihre Problemchen. Der gegnerische Netzspieler war erfahren und griff so ziemlich alles ab und holte sich die Punkte für seine Mannschafft. Das Resultat, ein enger und vor allem spannender erster Satz, der am Ende mit 6:4 doch für Jürgen und Mik notiert werden konnte. Im zweiten Satz kamen die beiden wieder auf ihren üblichen Level und ihr Zusammenspiel war von altgewohnter Präzision, sodass der zweite Satz mit 6:3 ebenfalls für sich entschieden werden konnte und der 6:4 – 6:3 Sieg bereits den Tagessieg sicher machte.

Im zweiten Doppel wollten Achim und Michael es den beiden anderen gleichtun. Der Unterschied, Achim und Michael spielten zum allerersten Mal in einem Medenspiel zusammen. Bisher hatten sie nur im Training zusammen gespielt.

Achim’s Aufschläge überforderten seine Gegner und Michaels kompromisslose Vorhand tat ihr Übriges. So war es auch nicht verwunderlich, dass der erste Satz mit 6:2 sehr rasch gewonnen werden konnte. Im zweiten Satz wurden die beiden etwas fahrlässig und ließen sich von den Gegnern einlullen. Ein paar “Unforced Errors“, wie man so schön sagt und schon wurde es eng. Beide Mannschafften schauten zu und feuerten ihre Teams an. Es war fast Stadionstimmung. Das merkte man dann auch am Spiel der beiden Teams auf dem Platz. Es wurde gekämpft um jeden Ball. Am Ende stand es 6:6 und der Satz-Tiebreak sollte die Entscheidung bringen.

Michael rief laut “In den Champions-Tiebreak will ich nicht!“

Die Ballwechsel wurden lang und länger, wie beschrieben, es wurde gekämpft, was das Zeug hielt und am Ende konnten unsere beiden – Achim & Michael mit einem 6:3 – 7:6 (5) den letzten möglichen Punkt für den 5:1 Tagessieg nach Hause holen.

Herzlichen Glückwunsch an unser Team der 60-2.

Bericht und Bild zur Veröffentlichung eingereicht von Hans-Joachim Gradl.

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